ADHS
bei Kindern und Erwachsenen

Infos zum Störungsbild und multimodalem Therapiekonzept
mathematik-nachhilfe Dyskalkulie

ADHS Kinder und der nachmittägliche Kampf mit den Hausaufgaben. Er gefährdet den Familienfrieden und zehrt an den Nerven. Vor allem die hohe Ablenkbarkeitmacht ihnen zu schaffen. Die Ursache dafür ist die hohe Reizoffenheit und der mangelnde Reizfilter, also die Fähigkeit Wichtiges von Unwichtigem trennen.

Ablenkung durch Krimskrams

Schreibtisch Chaos

Vorher:

Wie soll sich ein Schüler hier auf seine Hausaufgaben konzentrieren?

Der Schreibtisch konnte nur als Ablage für Krimskrams dienen. Die Hausaufgaben erledigte er irgendwo am Fußboden (wo es allerdings auch nicht viel besser aussah).

Auch ließ der alte Schreibtisch zuwenig Beinfreiheit und der Schüler stieß immer wieder mit den Knien an die Unterschränke. Dies war nicht nur unangenehm, sondern verursachte einen weiteren Störreiz.

ordentlicher Schreibplatz

Nachher:

Ein kleiner aufgeräumter Arbeitsplatz.

Zunächst wurde das Zimmer ausgeräumt und er suchte sich mit spitzen Fingern aus, welche seiner Schätze er behalten wollte.

Dann wurde die Wand in einer neutralen Farbe gestrichen und ein einfacher, preiswerter, schmaler Schreibtisch mit genügend Beinfreiheit und ein Drehhocker angeschafft.

Spielsachen und Krimskrams wurden in dieser Ecke "Hausverbot" erteilt.

Ein ADHS Schüler braucht eine reizarme Umgebung. Notwendig ist ein eigener, ungestörter und strukturierter Arbeitsplatz. Spielkram oder weiterer Firlefanz hat im Gesichtsfeld oder gar auf dem Schreibtisch nichts zu suchen.

Ablenkung durch Geräusche

ADHS Schüler werden sehr leicht abgelenkt, schon vom kleinsten Geraschel. Da aber absolute Stille nirgendwo zu finden ist (draußen ruft jemand, poltert auf der Treppe, die Fliege surrt...), können sich manche Schüler besser bei einem gleichmäßigen Hintergrundgeräusch konzentrieren. Am besten lernt es sich beim Meeresrauschen oder neben einem Wasserfall, alternativ auch aus dem CD Player. Oder irgendeine Musik, die sie aber schon kennen und die keine besondere Aufmerksamkeit erfordert.

Beispiel einer Studentin: "Wir hatten in der Stadt an einer belebten Straße gewohnt. Ich habe manchmal ams offenen Fenster gesessen und gelernt. Den Straßenverkehr unten nahm ich gar nicht mehr wahr. Dann hatte ich ein Zimmer in einem Reihenhaus am Stadtrand. Da war es mit meiner Konzentration aus. Eine sehr ruhige Gegend, aber draußen spielten Kinder und riefen sich mit hellen Stimmen etwas zu – wieder Ruhe- nun hörte ich jemanden die Treppe hochgehen – eine Türe klappt – wieder alles still – unten an der Haustüre klingelt es – wieder Stille – draußen jault ein Rasenmäher auf usw.. Ich war nicht in der Lage dort für das Examen zu lernen."

Wenn man versteht, wie diese Schüler "ticken", dann erkennt man wie schwer ihnen die Konzentration in dem heute so unruhigen Unterricht oder bei Klassenarbeiten fällt, selbst wenn sie dabei kräftig "mitmischen".

Wie es aus den Beispielen ersichtlich wird, kommt es dabei nicht nur auf den Geräuschpegel an.

Beispiel: Die Kinder sollen eine schriftliche Aufgabe erledigen. Es ist ruhig in der Klasse. Aber die Aufmerksamkeit unseres ADHS Schülers ist immer zweigeteilt. Denn rundherum wird auch alles registriert und die Gedanken fliegen davon. Da kramt der Nachbar in der Tasche und sucht eine Tintenpatrone "Was sucht der da?..", geht es ihm durch den Kopf. Irgendwer öffnet das Fenster "Die draußen haben es gut....", Einer beißt in einen Apfel "Ich freu mich auf die Pause, dann kauf ich mir was am Kiosk..." Die Lehrerin schleicht durch die Reihen und flüstert mit jemandem ... "Susi will sich wieder einschleimen ..."