ADHS
bei Kindern und Erwachsenen

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ADHS, so wird eine, schon im Kindesalter beginnende psychische Störung genannt. Mittlerweile stellen hyperkinetische Störungen wie ADHS zusammen mit Störungen des Sozialverhaltens die häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter dar.

Symptome ADHS

Der Kinder-Psychiater Heinrich Hoffmann hat schon vor über 150 Jahren diese psychische Störung seinem Bilderbuch vom "Struwwelpeter" treffend dargestellt.

Die medizinisch definierten Leitsymptome sind

  1. Aufmerksamkeitsschwäche wie beim Hans-guck-in-die-Luft
  2. Impulsivität wie beim „Paulinchen“, das faszinierend mit dem Feuer spielt
  3. Hyperaktivität wie beim Zappelphillip.

Die Ausprägung ist unterschiedlich .

ADHS Typus und Ausprägung

ADHS Typus

Das Handbuch für psychische Störungen DSM unterscheidet drei Untertypen von ADHS:

Typ 1: vorwiegend unaufmerksam

Typ 2: vorwiegend hyperaktiv - impulsiv

Typ 3: kombinierter Typ

ADHS eine "Modekrankheit???"

Nein, ADHS ist keine "Modekrankheit"! Schon vor über 150 Jahren hat der Psychiater Heinrich Hoffmann (*1809 bis † 1894), diese und weitere psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters beobachtet und sie in seinem Bilderbuch vom "Struwwelpeter" sehr eindrucksvoll, treffend und humorvoll dargestellt. Er gilt heute als der erste Vertreter der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Wenn ADHS heute häufiger diagnostiziert wird, dann deswegen, weil diese Verhaltensauffälligkeit jetzt als psychische Störung offiziell anerkannt und inzwischen auch gut behandelbar ist. Früher galten solche Kinder als "schwer erziehbar".

ADHS - nur eine interessante "Persönlichkeitsvariante" oder "Störung"?

ADHS ist keine Erkrankung, die nach bestimmten Kategorien eindeutig diagnostizierbar ist, wie z.B. Windpocken oder Lungenentzündung. ADHS hat eher Ähnlichkeit mit Übergewicht. Im Prinzip kann man mit ein paar Pfunden mehr ganz gut leben. Aber wenn man zuviel davon hat, kann kann gefährliche Gesundheitsschäden verursachen. Aber selbst da ist die Grenze nur fließend, denn die mögliche Gefährdung hängt von vielen individellen Faktoren ab.

Daher wird ADHS auch nur dann als behandlungsbedürftig angesehen, wenn die Symptome zu einer deutlichen Beeinträchtigung im Leistungs- und Sozialbereich führen.

Dagnose ADHS

Voraussetzung für eine Diagnose

Entscheidend für die Diagnose ist, dass

  • die Symptome von der Ausprägung her nicht alters- und entwicklungsgemäß sind
  • die Ursache nicht in einer anderen psychischen Störung oder Erkrankung zu finden ist
  • die Störung schon sehr früh (vor dem 7. Lebensjahr) begonnen hat
  • die Störung sie ausdauernd ist, d.h. mindestens schon länger als 6 Monate lang anhält
  • die Störung in mehr als einem Lebensbereich auftritt, z.B. zu Hause, im Klassenzimmer, im Verein