Behandlung: Psychomotorik


In der motopädischen Behandlung geht es nicht nur um Bewegung. Das Erleben ist körperlich, nicht wie in der Verhaltenstherapie über den Verstand. 

 

Das Aufmerksamkeitstraining der Mototherapie (nach Kiphard) besteht aus fünf Phasen:

Phase 1: Bewegung (Gewährungsphase)

Einfache motorische Angebote, die die Basis- bzw. Körpersinne stimulieren

  • Schieben
  • Ziehen
  • Springen
  • Schwingen
  •  Drehen

 Bewegung ist "Öl" für das Gehirn, hier wird "aufgetankt".

Phase 2: Bewegungssteuerung, Bremskräfte entwickeln

Spielerisch Abstoppen (Spiele, Stoppsprung auf dem Trampolin)

Erweitert um Steuerungsfähigkeiten (Hindernislaufen, Rennen und abstoppen, Ochs am Berg, Rollschuhlaufen mit Hindernissen usw.)

Phase 3: Konzentrationstraining mit geschlossenen Augen

  • Sich mit Hilfe des Tast- und Gehörsinnes in verschiedenen Bewegungssituationen zurechtfinden.
  • Buchstaben, Gewichte , Figuren ertasten
  • Entspannung durch Phantasiegeschichten
  •  Führen und Folgen

 Phase 4: Schulung der visuellen Aufmerksamkeit

Optische Aufmerksamkeit über starke Vordergrundreize und motivierender Spiele

  • Spiegelspiele
  • Bildhauer

Phase 5: Überwindung der Impulsivität

Einübung von Selbstinstruktionen und Handlungsanleitungen, die zunächst laut, dann durch inneres Sprechen memoriert werden. "Ich bin still, weil ich es will"

Verwendung von Symbolen

  • "Stop!" - Stoppschild
  • "Schau!" – Auge
  • "Höre!" - Ohr
  • "Denke!" - Blitz mit dem Slogan (dabei laut verbalisieren): "Gehirnkasten einschalten!"